Wie erziehe ich einen Welpen – 6 wertvolle Tipps

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Christian
Christian
Hier siehst Du mich mit meiner Belgischen Schäferhündin Cleo. Sie ist ein ehemaliger Polizeihund und seit drei Jahren bei mir. Mit ihr zusammen habe ich viel über Malinois und über Hunderziehung ganz allgemein gelernt. Mein Blog soll diese Erfahrung an Dich weitergeben. Viel Spass beim Lesen! Christian

Die Welpenphase dauert üblicherweise bis zur 18. Woche, von da an spricht man nicht mehr von Welpen sondern von Junghunden. Länger dauert diese Phase wenn Du einen größeren Hund hast, wie zum Beispiel beim Belgischen Schäferhund. Welpen müssen natürlich anders erzogen werden, als schon erwachsene Hunde. Hier gibt es einiges zu beachten.

Welpen richtig erziehen heisst Vertrauen aufbauen!

Sei Dir darüber im Klaren, dass der Welpe erst vor kurzem von seiner Mutter, von seinen Geschwistern und seinem Geburtsort getrennt wurde. Was er jetzt braucht sind positive Erfahrungen, die er mit Dir und seiner neuen Umgebung verknüpft.

Gerade zu Beginn sollte der Umgang mit Deinem neuen Hund nicht nur im Einstudieren von Kommandos bestehen. Vertrauen ist die unentbehrliche Basis der Welpenerziehung. Tipps die ich Dir dazu geben kann sind zum Beispiel seinen Namen oft zu verwenden, viel zu kuscheln, viel mit ihm zu spielen.

Der Welpe muss sich bei Dir wohl fühlen. Nur dann lernt er schnell sein neues Zuhause zu akzeptieren und ist offen für alles, was Du ihm beibringen willst.

Erstmal stubenrein

Der Welpe zeigt immer ein typisches Verhalten bevor er lospinkelt. Meistens ist das sich im Kreis drehen und am Boden schnüffeln. Finde heraus, was bei Deinem Welpen dieses Verhaltensmuster ist und wenn er es zeigt, bring ihn nach draußen. Wenn er draußen sein Geschäft einmal verrichtet hat, gib ihm ein Leckerli und lobe ihn in den höhsten Tönen.

Sollte drinnen etwas daneben gehe, mach es einfach weg! Ohne Schimpfen, ohne Fluchen, ohne Kommentar. Hier könnte ein langer Atem gefragt sein. Nicht umsonst raten die meisten Hundetrainer dazu, zwei Wochen Urlaub zu nehmen wenn ein Welpe ins Haus kommt.

Mach klare Ansagen!

Der Trend in unserer Gesellschaft geht mehr und mehr in Richtung anti-autoritäre Erziehung. Das mag beim Menschen funktionieren aber tu das bitte Deinem Hund nicht an! Der Welpe braucht Orientierung, er will die Rangordnung nicht jedes Mal aufs Neue ausfechten.

Um als Rudelführer akzeptiert zu werden ist es wichtig, dass Du mit ruhiger und fester Stimme zu ihm sprichst. Vermeide dabei lange Sätze wie: „Hör auf damit, ich habe Dir doch gesagt, dass…“ Du kannst einem Hund im Laufe seines Lebens eine Menge beibringen, aber mit Sicherheit kein Deutsch. Mit Gesten und kurzen, aber eindeutigen Kommandos kommst Du entschieden weiter.

Ein Welpe will immer lernen und er will es Dir auch meistens recht machen. Dafür muss er Dich aber erstmal verstehen. Für den Anfang genügen einfache Handbewegungen, bevor man dann mit den Grundkommandos loslegt.

Setze Grenzen!

Dein neuer Mitbewohner weiss noch nicht, dass die menschliche Haut sehr empflindlich ist und man da nicht nach Herzenslust hineinbeissen kann, wie das bei seinen Geschwistern der Fall war. Auch kennt er noch nicht den Wert von Schuhen, Kleidungsstücken und Möbeln. Ein Welpe nimmt gern eine Sache die er kennenlernen will erstmal ins Maul.

Das muss unterbunden werden und hier empfiehlt es sich dem Hund eine Ausweichmöglichkeit zur unerwünschten Handlung anzubieten. Sollte er zum Beispiel die Schrankwand angeknabbern, solltest Du ihn tadeln und ihm gleich im Anschluss etwas geben, wo er seine Zähne ungeniert reinhänmmern kann – ein Spielzeug, ein Kauknochen oder was auch immer. Ganz wichtig ist es dann, ihn dafür zu loben dass er sich mit dem Ding beschäftigt und Deine Möbel verschont.

Der Welpe wird sehr schnell feststellen, dass Du die Herrschaft über das Futter hast und er wird mit schmachtendem Blick, Jaulen, Bellen und Knurren auf sich aufmerksam machen. Ignoriere dieses Verhalten, gib ihm niemals etwas vom Essenstisch. Sei eisern, halte das durch! Nur so wird der Hund lernen, dass die Bettelei nicht zielführend ist. Je konsequenter Du dabei bist, desto schneller wirst Du Deinen Hundewelpen erziehen können.

Lobe und tadele sofort!

Macht der Welpe etwas richtig kann man ihn auf verschiedene Arten dafür belohnen. Neben dem klassischen Leckerli (schau auf der Packung nach, wieviel der Hund davon am Tag verträgt – das variiert je nach Körpergewicht und Portionsgröße) zählen dazu auch zartes Streicheln, liebevolle Worte oder das Geben seines Lieblingsspielzeugs.

Tut er hingegen etwas unerwünschtes, mache ihm mit einem ‚Pfui‘ oder ‚Ksch‘ verständlich, dass Du sein Verhalten nicht akzeptierst. Das ‚Nein‘ halte ich für eher problematisch, da wir es in der alltäglichen Sprache zu oft gebrauchen ohne dass der Hund gemeint ist. Es hört sich ausserdem in etwa so an wie ‚Fein‘, da kann man als Vierbeiner schon mal kräftig durcheinanderkommen und Missverständnisse sind vorprogrammiert.

Ob nun Lob oder Tadel, es muss direkt im Anschluss an die Aktion erfolgen. Nachträgliches Ausschimpfen wird vom Hund in der Regel nicht verstanden. Hunde strafen sich untereinander auch nicht für Ereignisse, die in der Vergangenheit liegen. Reue und schlechtes Gewissen sind Menschenzeug, Hunde kennen so etwas nicht.

Auch Dein Hund kann Dir etwas beibringen

Der Klassiker: Du kommst nach Hause und der Mülleimer ist ausgeräumt, Verpackungsreste großzügig in der Wohnung verteilt und Dein Hund kommt Dir mit gesenktem Kopf. Du denkst sofort: ‚Aha, schlechtes Gewissen. Böser Hund!‘ Da irrst Du Dich aber gewaltig.

Hunde sind Meister im Lesen von Körpersprache. Dein Hund merkt sofort, dass Du sauer auf ihn bist, auch dass es irgendwie mit dem Mülleimer zusammenhängt. Er kann das aber nicht mehr damit verknüpfen was er vor einer Stunde unerlaubterweise getan hat.

In solchen Situationen kannst auch Du etwas lernen, nämlich Selbstbeherrschung. Und dass ein Tretmülleimer in der Küche eine ungeheuer praktische Sache ist. Du siehst, ein Hund ist der perfekte Life-Coach für den Menschen.

Weitere Welpenerziehung Tipps folgen! Sehr wichtig ist hierzu auch folgender Artikel.

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